Posturologie, Posturale Reprogrammierung, Posturale Therapie, Generalisierte Posturale Dysfunktionen, Integrale Medizin, Hanns von Rolbeck

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Generalisierte Posturale Dysfunktionen (GPD)

Mein Verständnis, meine Diagnose- und Therapiemöglichkeiten


Definition:
Schmerzhafte, nicht kompensierte neuromuskuläre Entgleisung der Körperstatik unter Mitbeteiligung von Gelenken, Muskelketten, Faszienzügen, inneren Organen und Gehirn- und Nervenfehlsteuerungen, immuntoxikologische Einflüsse insbesondere durch die Umwelt sowie Lateralitätsstörungen.

Hintergrund:
Die Haltung und Bewegung des Menschen ist ein Teilgebiet der Physiologie (Naturlehre), der Lehre aller Lebensvorgänge im Menschen (und Tier).

Situation der etablierten Medizin und Zahnmedizin:
Die funktionelle Betrachtung der Orthopädie endet am ersten Halswirbel.
Die Zahnheilkunde hat bisher die Störungen des stomatognathen Systems vorwiegend getrennt von der Körperstatik betrachtet. Die zahnärztlichen funktionellen Untersuchungen und Korrekturen fanden vorwiegend im Liegen (durch die Vorgabe des Zahnarztstuhles) und ohne Berücksichtigung der übrigen Körperpathologien statt.

Die Bezeichnungen wie „temporo-mandibular dysfunction“  (TMD), Myoarthropathie, Cranio-mandibuläre Dysfunktion (CMD) u. a. zeugen von dieser isolierten Betrachtungsweise.
Die traditionelle Zahnmedizin beginnt in letzter Zeit, die CMD mit der Cranio-cervicalen Dysfunktion (CCD) in Zusammenhang zu bringen, wobei wegen der fehlenden Studien unter dem Gesichtspunkt der evidence based medicine Zusammenhänge mit der Körperhaltung bis jetzt weitgehend ignoriert werden. Die ganzheitliche Zahnheilkunde mit ihrem herausragenden Vertreter Balters in Deutschland beschrieb schon in den 50er Jahren des letzten Jh. die Zusammenhänge zwischen der Haltungs- und Gebissentwicklung als Gnatho-vertebrales Syndrom. In den USA verbanden H. Gelb und B. Stack (USA) in ihren Lehrbüchern die Wirbelsäulendiagnostik mit der Okklusions- und Artikulationskorrektur.
Den Einfluss der nicht gelebten Händigkeit / unterdrückten Linkshändigkeit als ein Störfaktor auf die zahlreichen Funktionen des Körpers untersuche ich seit den 60er Jahren des letzten Jh.

In der Humanmedizin:
Die Physiologie als Grundlage zum Verstehen des Körpers, des Stoffwechsels, der Statik, und Dynamik beschäftigt die Wissenschaftler schon seit Jahrhunderten. Bei Prochaska (1797) finden sich erste Hinweise über den ständigen Kampf des Körpers gegen die Erdanziehungskraft:

 „....so ist bey der Muskelbewegung,
  besonders bey dem Stehen und Gehen
  die Schwere unseres Köpers immer mit im Spiele“

Eine sehr ausführliche und gut untersuchte Abhandlung über das Gehen wurde von Weber 1836 veröffentlicht.

Du Bois-Reymond (1851) reduzierte die Basis der Haltung und Bewegung auf die wesentlichen Merkmale:

„Das Skelett ist nämlich eigener Bewegung unfähig....
Die Sehnen sind wie das Skelett der eigenen Bewegung unfähig.....
Die Bewegungen der Muskeln...haben nicht das geringste Willkürliche an sich....
Der Sitz der Empfindungen, des Willens, des Bewußtseins, ist allein das Gehirn....
Ist nun bloß das Gehirn der Sitz der Empfindungen und des Willens, so müssen sowohl die Sinnesorgane,welche dem Gehirn die Eindrücke der Aussenwelt kundtun sollen, wie auch die Muskeln, welche vom Gehirn aus durch Zusammenziehung angeregt werden solle, mit dem Gehirn verbunden sein. Dies geschieht durch die Nerven.“

Das Gehen  und die Besonderheiten der menschlichen Bewegung wurden in den Arbeiten von Hermann Vierordt veröffentlicht. Bereits sein Vater Karl Vierordt - ein Physiologe der ersten Stunde - hat in dem für die zukünftige Physiologie richtungsweisendem Werk (1871) die Darstellung und Messungen der menschlichen Bewegungen veröffentlicht. Sein Sohn Hermann V. forschte zeitweise mit ihm und veröffentlichte dann einige Jahre später ihre gemeinsamen Erkenntnisse. In seinem Werk über das Gehen (1881) beschrieb Hermann V. sehr genau seine Messmethoden und Überlegungen.

Somit wurde prinzipiell die Haltungsmedizin in der zweiten Hälfte des 19. JH begründet. Das Wissen lässt sich bis in die 20-er Jahre des L.J. noch finden. Nach über 30 Jahren Unterbrechung startete die französische Wissenschaft mit den grundlegenden  Arbeiten von Baron (Physiologe) über die Zusammenhänge zwischen der Augen- und der Wirbelsäulenmuskulatur einen Neuanfang. Unter der Federführung von Gagey (Arbeitsmediziner), Roll (Neurologie)und Bricot (Orthopäde) wurden neue Ansätze in der Betrachtung und Bedeutung der Haltung des Menschen definiert. Clauzade, Bourdiol, Ceccaldi, da Cunha, Nashner, Fitzpatrick, Mc Closkey, André, Villeneuve und andere Wissenschaftler ergänzten und unterstützten diese Forschungen.

Meine jahrzehntelangen Forschungen zeigen, dass insbesondere die unterdrückte bzw. nicht gelebte Linkshändigkeit mit einer sehr hohen Unfallrate, besonders in der Kindheit, einhergeht. Im Vordergrund stehen dabei Verletzungen und Prellungen der oberen HWS und des Schädels, die langfristig zu ausgeprägten Symptomen führen.

In der Zahnheilkunde:
Hier wurden und werden chronische Erkrankungszustände des sogenannten stomatognathen Systems von akuten Verletzungen und Erkrankungen unterschieden. Dabei erweiterte sich die anfangs vom Kiefergelenk ausgehende Sichtweise (Steinhardt) durch die Einbeziehung der neuromuskulären Zusammenhänge und der Psyche in der Beschreibung und Namensgebung zusehends. Die jüngsten Begriffe Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)  und Myoarthroocclusoneuropsychopathie (MAP nach Schulte) versuchen diese Zusammenhänge zu erfassen. Aber die Einbeziehung der benachbarten Strukturen endet aus zahnmedizinischer Sicht auch heute noch bei der vorderen Halsmuskulatur.

Meine klinische Forschung:
Intensive Forschungen in meiner Praxis seit 2011 ergaben, dass eine instabile Kopfdrehzone - die häufig auf kindliche Traumata zurückzuführen ist - enorme Auswirkungen auf den gesamten Kauapparat, die Augenkoordination und die Gleichgewichtssteuerung hat. Das Ergebnis meiner klinischen Untersuchungen wurde dabei durch DVT (digitale Volumentomographie) und Upright-MRT (Magnetresonanzuntersuchung im Sitzen bzw. Stehen mit der Möglichkeit, Bewegungswinkel zu untersuchen) bestätigt.

→ Zusammenführung:
Die physiologischen Erkenntnisse der Haltungsmedizin sowie meine vorgenannte klinische Forschung und die Pathologien der CMD in der Zahnheilkunde führten mich in gemeinsamen Diskussionen und Tätigkeiten/Zusammenarbeit mit meinem kieferorthopädischen Kollegen, Herrn Dr. Siegfried Wolz aus Reutlingen, zu der Erkenntnis, dass das Bild der MAP bzw. CMD nur in einem ganzkörperlichen Bezug zu sehen und zu behandeln ist und unser gemeinsam gefundener Begriff

                                     "Generalisierte Posturale Dysfunktionen ( GPD)"

die Problematik besser umschreibt.


Diagnostik und Therapie:
Mit einer Untersuchung auf nicht erkannte Linkshändigkeit, DVT, Upright-MRT, mit der Posturologie, der Labormedizin und meinen regenerativen Therapien, wie z. B. die Therapie mit autologen Stammzellen oder die Anregung der Mikrozirkulation, stehen mir hervorragende Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie zur Verfügung.

Informationen stehen Ihnen unter dem jeweiligen Button zur Verfügung.

Hanns von Rolbeck

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Die nachfolgenden Seiten dienen ausschließlich Ihrer allgemeinen Information über die Integrale Medizin wie sie von mir praktiziert wird. Die Angaben können nicht als Basis für diagnostische oder therapeutische Zwecke verwendet werden.

 

 

 

 

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